Wohngemeinschaft mit Freunden oder Pflege im Puff – wie geht denn sowas!!!

19.05.2017

Hallo liebe Leute!!! Meine Seite wird meistens von Frauen gelesen. Wetten, dass bei der Überschrift das Interesse im männlichen Sektor steigt.

Gestern Abend in unserer WG wurde mal wieder in gemütlicher Runde diskutiert, was passiert, wenn wir „ganz gaga sind“. Gudrun hatte einen Artikel gelesen, in dem das Massenphänomen „Beschäftigung migrantischer Pflegekräfte in Privathaushalten“ beleuchtet wurde. Paul, ihr Mann tat gelangweilt: „Ich will nur hoffen, dass wenn es denn soweit ist, die hier im häuslichen Pflegedienst hübsche Polinnen haben und nicht irgendein rabiates, deutsches Schlachtschiff,  schließlich will man im Alter ja auch noch mal was Schönes sehen. Tickt der nicht richtig „Im Alter mal was Schönes sehen“

Seine Frau Gudrun blaffte zurück: „Dich habe ich schon in Thailand angemeldet du Spinner, da hast Du alles was du brauchst. Zum Glück verstehen die da meistens kein Deutsch und grinsen dich auch an, wenn du deine Frechheiten da abläßt.“

(Wie schon mal erwähnt, haben die beiden keine Hemmungen, sich vor versammelter Mannschaft verbal fertig zu machen).

Paul lachte und antwortete: „Wie könnte ich dich verlassen mein Schneckchen“

Schneckchen hatte aber noch was auf Lager: „Ich ziehe dann nach Kenia“ Na, sie hatte sich gut informiert,ha, ha und teilte weiter mit:

„Pflege“ in Deutschland heißt noch immer vorwiegend „Pflege in der Familie“. Es wird beobachtet, das Ältere, in Asien zunehmend klassische Pflegeversorgungsleistungen in Anspruch nehmen, die eng mit dem Prostitutionsmilieu verbunden sind. Viele ältere Männer aus Deutschland und der Schweiz ziehen nach Thailand. Angesichts der mangelnden Möglichkeit im Alter eine Partnerin in Deutschland zu finden, ist das Prostitutionsmilieu für viele mit der Hoffnung auf eine längerfristige Beziehung zu einer Frau verbunden – zuweilen einhergehend mit der Hoffnung, sich von jungen thailändischen Frauen versorgen zu lassen. Solche „Altersbedarfe“, so die wissenschaftliche Bezeichnung, finden sich ebenfalls bei älteren Frauen, die zu diesem Zweck nach Kenia reisen.

Dass war natürlich ein Thema für unsere männlichen Mitbewohner. „Scheiße, wir haben wieder alles falsch gemacht, ha, ha, ha“ war nur die harmlose Variante. Als wir Frauen anfingen die evtl. Vorzüge eines Keniaufenthaltes hervorzuheben, wurden sie schon etwas kleinlauter. Als Paul Gudrun daraufhin anstieß und sagte: die Schwarzen stehen ja auf Dicke, erntete er nur einen giftigen Blick, hat aber noch schnell hinzugefügt: „ich auch Schneckchen.“ Trotzdem ist das nicht gut angekommen. Es zeigt sich eben immer wieder. Wir Frauen können uns mehr herausnehmen als die Herren der Schöpfung. Beim Frühstück heute Morgen bat Paul sein Schneckchen ihm das Salz für sein Frühstücksei zu reichen. Da kam nur: „Ich nix verstehen Herr Pattaya“. Das war natürlich ein Lacher.

Nicht, dass das falsch aufgefaßt wird. Hier wird keine Reklame für thailändische Puffs oder Beachboys in Kenia gemacht. Wir sind hier mit unserer Wohngemeinschaft gut zufrieden. Unseren geregelten Ärger – den es ab und zu auch gibt –  haben wir im Griff.

Wie schon in einigen Beispielen von mir geschildert, gibt es viele harmonische Wohnformen – auch mit oder gerade mit einer kleinen Rente oder sogar Grundsicherung.

Jetzt doch noch etwas Reklame!!!

In meinem Buch „Die fidele Alten-WG in Laboe“ steht wie wir acht uns gefunden haben, wie wir ticken und wie wir leben. Auch nicht verkehrt als Geschenk und Motivation für Freunde, beizeiten auch so eine WG zu gründen. Es sei denn, das Interesse für Thailand oder Kenia ist größer, ha, ha, ha.

Ihnen und uns wünsche ich – ganz wichtig – viel, viel Gesundheit und Zufriedenheit

Ihre fidele Alten-WG in Laboe

 

 

Kommentare