Wohnen mit Freunden am Meer und Grundsicherung ist möglich

27.04.2017

Wohnen mit Freunden am Meer. Diese Wohnform ist nur etwas für Leute, die finanziell gut gestellt sind und nicht für diejenigen, die nur eine kleine Rente haben. Lese ich hier immer wieder.

Stimmt nicht!!!

Was haltet ihr denn von der nachfolgend aufgeführten Truppe, die ihre alte Wohnung aufgeben und sich auf zu neuen Nordsee-Ufern machen. Die gemeinsam etwas Neues aufbauen und nicht abwarten.

Dieter, lebt seit Jahren in Oldenburg, ist Künstler, alleinstehend, keine Kinder, 67, sehr kleine Rente, ist auf eine Grundsicherung angewiesen. Ab und zu verkauft er ein Bild (Bleiverglasungen).

Monika, lebt auch in Oldenburg, 59, Witwe, 5 Kinder, kleine Rente, großes altes Haus in dem sie alleine wohnt, wird von ihren erwachsenen Kindern finanziell unterstützt.

Gertrud, lebt in München, Schwester von Monika, 63, sehr gute Rente und sehr teure Wohnung, keine Kinder alleinstehend.

Josef, lebt in München, geschieden, 69,  gute Rente, 1 Sohn, teure Wohnung.

Dieter, Monika und Gertrud kennen sich schon jahrelang. Josef ist ein ehemaliger Arbeitskollege und Freund von Gertrud.

Dieter ein Bekannter von Holger, der mit seinen Bleiverglasungen und seinem alten VW-Bulli immer an der Nordsee unterwegs ist, hat das Haus gefunden. In der Nähe von Cuxhaven, ein sehr großes Grundstück (für Schafe so Dieter). Klartext Dieter: Das ist noch nicht einmal eine alte Kabache. Küche ist schon drin, Pott Farbe und schon kann es losgehen. Acht Zimmer. Miete 850 zuzüglich Nebenkosten. Der Vermieter, ein lockerer Rechtsanwalt aus Hamburg ist ganz angetan und würde am liebsten seinen Eltern auch so ein Wohnprojekt vorschlagen. Die würden aber in die dekadente Riege passen und irgendwann in so einer Altersresidenz mit Herrn von und zu ihren langweiligen Tee nehmen, ha,ha,ha nichts für ungut, die seien schon ok.

Die Miete wird (ganz sozial) anteilig vom Einkommen bezahlt. Gertrud bestand auf eine Putzfrau, die sie bezahlt. Monika hat das zunächst nicht eingesehen. Sie könne das für alle machen. Gertrud: dann kannste die Wohngemeinschaft vergessen Schwesterherz. Das hätte noch gefehlt, dass ihre „kleine“ Schwester hier den Putzaffen macht und wer weiß was die anderen so unter Sauberkeit verstehen. Da hätte sie lieber eine Aushäusige, der sie dann auch mal die Meinung geigen kann, wenn das nicht so läuft. Gertrud hat zwar eine soziale Ader aber auch klare Vorstellungen, wie so eine Wohngemeinschaft nur funktionieren kann.

Es ist für alle eine neue Umgebung. Also schon die erste gemeinsame Herausforderung. Alle in das Haus von Monika wäre auch eine Option gewesen. Aber irgendwie wäre es immer das Haus von Monika geblieben und die anderen die Zugezogenen. Sicherlich auch mit erwachsenen Kindern und potenziellen Erben nicht immer einfach.

Im Sommer ziehen alle ein. In das Haus am Meer auch mit kleiner Rente liebe Leute. Geht doch!!!

Liebe herzliche motivierende Grüße

 

 

 

 

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