Wir sind nicht alt, spielen Lotto – also Vermögen in Aussicht

26.09.2017

 

Laut Holger ist, alt, arm und hilflos zu sein, ein 6er im Lotto in die andere Richtung. Zugegeben etwas sarkastisch.

Viele, die jetzt noch im teilweise ausgebeuteten Arbeitsprozess stecken, wissen wenn sie auf ihren letzten Rentenbescheid schauen, dass sie damit nicht über die Runden kommen werden und evtl. sogar ihre schöne Wohnung aufgeben müssen.

Jetzt schon eine WG mit Freunden zu planen oder einfach sich mal nach Gleichgesinnten umzuschauen ist eine Zielrichtung die Mut und auch Spaß macht.

Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Münster das waren früher unsere Heimathafen. Wir hatten über Jahre nur eines gemeinsam, unser Laboe als Urlaubsort.

Hatte ich früher versucht, meine ortsansässigen Freunde für ein gemeinsames WG-Projekt zu begeistern, wurde das zwar als gut und vernünftig befunden, doch der Kommentar: „Ja, ja, ja deine Wohngemeinschaft“ war gleichbedeutend mit „halt die Klappe, wir können es nicht mehr hören.

Als wir alles in trockenen Tüchern hatten und die ersten uns besuchten, sah es anders aus. Ja, das wäre für uns auch was, kann man da noch mitmachen aber auch, nee, alles ganz gut und schön aber das ist zu weit weg von meinen (erwachsenen) Kindern.

Eine Freundin, die mich immer behandelte als hätte ich nicht alle auf die Latten mit meinem WG-Projekt, hatte einen Armbruch und muss sich jetzt auf ihre berufstätige Tochter (mit zwei kleinen Kindern) verlassen. Jetzt sieht sie (und ihre Tochter wahrscheinlich auch) mit Schrecken einer späteren evtl. Pflegebedürftigkeit entgegen.

Unsere Susanne besucht ihren Mann Dirk (hatte einen Herzinfarkt) jeden Tag in der Klinik. Wenn sie will, begleitet sie jemand von uns oder wir sind einfach da wenn sie nach hause kommt. Dirk will keine Reha. Wir sind seine Reha!!! Er vermisst sogar Paul, der mit seinen teilweise unsensiblen Kommentaren nicht immer bei ihm gut ankommt. Paul war einer der ersten, der ihn besucht und Mut gemacht hat. Ja, wir sind zusammengewachsen und stellen jetzt wo wir älter werden immer häufiger fest, dass wir bisher alles richtig gemacht haben.

Ist ja alles super, denken jetzt vielleicht einige. Es gibt jedoch durchaus Dinge, die wir auch vermissen, z.B., dass wir über die Jahre unsere Enkelkinder so selten gesehen haben oder dass der Kontakt mit einigen Freunden aus unserer alten Heimat nicht mehr so häufig ist. Manchmal vermissen wir auch etwas unsere alte Heimatstadt, wenn z.B. die Touristen Laboe einnehmen.

Was wir komischerweise nicht vermissen, das bestätigen alle, unsere ehemalige Behausung. In dem Haus von Gudrun und Paul wohnt jetzt ihr Sohn Timo mit seiner Familie. Nach einem Besuch bei Timo (er hat 4 Kinder) waren sie nach einiger Zeit immer wieder froh zuhause zu sein. Zuhause bei uns in Laboe!!!

Liebe Freunde, das sollte eine Motivationsseite sein, selber eine WG zu gründen. Das heißt, nur Mut und fleißig potentielle Mitstreiter nerven.

Etwas plumpe Werbung!!! Verschenkt doch unser Buch an Freunde. Vielleicht kommen sie dann auf den Geschmack und einer Planung in die Zukunft steht nichts mehr im Wege oder vielleicht etwas frech motivierend an die Eltern, um evtl. Pflegeeinsätzen vorzubeugen.

Liebe herzliche Grüße und bleibt gesund Eure fidele Alten-WG in Laboe

 

 

 

 

 

 

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