Weihnachten mit Freunden

19.12.2018

Einmal durchgezogen und schon wurde es eine feste Einrichtung. Ein Wochenende vor Weihnachten ist Männertreff. Paul, sein Sohn Timo, Dirk, sein Sohn Jörn, unser Holger und mein Mann mit unseren beiden Söhnen. Das erste Mal wurde noch großartig überlegt (natürlich nur von uns Frauen) wie man diese Zeit evtl. kulturell und der Weihnachtszeit entsprechend besinnlich, gestalten könnte.

Unsere Änne hatte schon damals platt vorgeschlagen: „richtig was auf die Gabel, im Wintergarten die Heizstrahler an und genug zu trinken, das würde reichen und wir haben alle unter Kontrolle.“

Wie sie das immer weiß. Das erste Mal wurde noch großartig für unsere acht Männer außerhäusig ein Tisch bestellt. Ännes Eierpunsch und die frischen Waffeln zum Kaffee sind jedes Jahr eine prima Sache. In bester Laune (Eierpunsch war genug da) marschierten unsere Lieben los.

Der nächste Tag, ließ nur erahnen, welch besinnlichen (besoffenen) Spaß die Truppe hatte. Unser Sohn Friedrich hatte sich eine derbe Erkältung eingefangen. Nach seinen dreckigen Klamotten zu urteilen, hat er wohl einen kurzen ostseemäßigen Abstecher eingelegt. Unser Sohn Max und Timo, der Sohn von Gudrun und Paul, kamen zum späten Frühstück mit einer Lichterkette um den Hals. Mein Mann und unser Holger haben sich wohl so die Kante gegeben, dass sie am nächsten Tag bis zum späten Abend nicht aus dem Bett kamen. Die beiden, die sich ansonsten nicht gerade mit Liebenswürdigkeit überhäufen, waren offensichtlich, zur Belustigung der anderen, an dem Abend ziemlich beste Freunde.

Dieses Jahr wurde alles so gemacht, wie Änne es vorgeschlagen hatte. Wir Frauen waren außerhäusig. Wir hatten auch unseren Spaß ohne uns bei der Witterung am Ostseestrand zu wälzen. Als wir spät abends wieder zuhause waren, hatten unsere Männer wieder einen bestimmten Pegel erreicht. Dem Alexa-Echo wurde ein Musikwunsch nach dem anderen vermittelt. Von Jimi Hendrix bis stille Nacht heiliege Nacht war alles dabei, nur still wurde es erst gegen Morgen. Am Samstagmorgen hatten sich zumindest unsere Söhne soweit erholt, dass mit Mamas Hilfe noch einige Weihnachtseinkäufe in Kiel zu erledigen waren.

Gudrun hat ihre Schwiegertochter Astrid, schon Tage vorher angerufen, um zu checken, was Sohn Timo (als Überraschung) für Astrid zu Weihnachten kaufen könnte.

Am ersten Weihnachtstag, wenn alle kommen, gibt es zwar auch Eierpunsch, jedoch in Maßen. Schließlich kommen dann unsere Enkel. Geschenke gibt es auch nur für die Enkel. Gegen Abend wird in großer Runde gewichtelt (bis höchstens 10 Euro). Das hat immer viel Spaß gemacht.

Wir versuchen aus dem Fest der Liebe nicht das Fest des Konsums werden zu lassen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Familie, unsere Freunde und Mitbewohner und den Wunsch, eine gute Zeit miteinander zu haben.

Das wünschen wir Euch auch liebe Freunde

Liebe herzliche Grüße

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