Socken für die Wohngemeinschaft

29.01.2017

Entweder merkt man manche Dinge ab einem gewissen Alter nicht mehr so schnell oder die anderen lassen einen in seinem Wahn.

Wenn ich noch an meine selbst gestrickten Socken denke. Für jeden hatte ich ein Paar gestrickt. Ich war begeistert von den bunten Dingern,  dass ich allen Ernstes glaubte, es würde sich jeder dafür begeistern. Es hätte mir eigentlich eher auffallen müssen, denn immer wenn ich irgendwo saß und fleißig strickte und jemand mich fragte, na für wen sind „die“ denn, hatte ich doch tatsächlich geglaubt, derjenige fragte nur, weil er es kaum abwarten konnte selber ein Paar zu bekommen.

Es ist mir nicht aufgefallen, dass Maren ihr Sockenpäckchen mit spitzen Fingern auspackte. Sogar die Frage meines Mannes, ob ich jetzt vorhätte, ganz Laboe mit „den Dingern“ einzustricken, kam bei mir nicht richtig an. Aber irgendwann fiel es mir auf, keiner trug meine Socken. Nur unser Änne trug ihre mit Begeisterung und zwar sehr häufig. Ich bot ihr an, ihr noch welche zu stricken.

Sie aber sagte:“Nee, nee, das ist nicht notwendig, ich hab die in allen Größen.“ Woher sie die hatte habe ich dann nicht mehr gefragt.

Na gut, meine Socken sind eben nicht so gut angekommen. Da sieht es mit den Bleiverglasungen von Holger schon anders aus. Aber dazu später.

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