Ostern volles Haus

12.04.2017

Hallo liebe Leser.

Ist doch klar, die Eltern werden zum Osterfest nicht abgeholt oder im Altenheim besucht, neee viel besser, wir machen einen Kurzurlaub an die Ostsee und besuchen Opa und Oma. Die freuen sich!!! Die anderen sind dann auch alle da.

Darauf können wir uns immer verlassen, dass dann alle mit Sack und Pack hier geschlossen auflaufen. Mit der Ruhe ist es dann vorbei. Schon Tage vorher wird alles geplant und vorbereitet.

Bis jetzt haben wir für alle unsere Blagen immer noch ein Plätzchen gefunden auch Dank Holger und Maren, die – Gott sei Dank – keine Kinder haben. Nur nebenbei: wir freuen uns wirklich!!!

Unsere Haushälterin Änne, der wir auch mal ein paar Tage Urlaub zugestehen müssen. Schließlich hat sie auch Mann und Tochter, will genau in der Zeit keinen Urlaub machen. Paul mal wieder: „Änne hat nur Angst, dass wir hier alles zusauen.“

Änne:“Wenn alle kommen braucht ihr Hilfe.“ Sie wollte für alle kochen und wenn die Schlafplätze nicht reichen sollten, könne sie bei sich zuhause auch noch zwei Personen unterbringen. Auf den Punkt gebracht, unsere Änne ist zwar unsere gute Perle und Angestellte, gehört aber schon zur Großfamilie. Genau wie ihr Mann Freddy und ihre Tochter Paulina.

Bei Susanne und Dirk hat sich Sohn Jörn mit seiner neuen Freundin angesagt. Gudrun, Maren und ich sind schon gespannt. Susanne, die eigentlich eine feine ruhige Art hat, ist überhaupt nicht begeistert. Sie kann es nicht verstehen, was ihr Jörni mit der „Schlampe“ hier will. Sie haben Jörn in Hamburg besucht. Die Freundin sei nicht da gewesen, seine Wohnung, die immer sehr geschmackvoll und sauber eingerichtet war, sei jetzt der reinste Saustall. Die Tante hätte Poster an die Wand geheftet. Sie würde in allen Räumen rauchen. Ihre Klamotten seien überall verstreut. Eine Bong um Hasch zu rauchen hätte Jörn nicht mehr so schnell verstecken können. Dirk und sie wüßten nicht was in den Jungen gefahren ist. Er sei doch ein sehr attraktiver Mann (das ist er tatsächlich), sei Partner in einer gut gehenden Rechtsanwaltskanzlei. Dirk und sie hätten schon geglaubt, dass er vielleicht lieber Männer mag, da sich auf dem Gebiet Freundin nie was tat und jetzt so was. Sie wüßten auch nicht wie sie sich verhalten sollten. Vielleicht hascht oder koks der mit seiner Tussie und hat demnächst auch keine Lust mehr auf seinen Job.

Wir haben versucht Susanne zu beruhigen. Jörn sei mit Leib und Seele Anwalt und uns immer eine große Hilfe. So schnell wird der sich nicht umkrempeln lassen. Sie habe ja selber gesagt, jahrelang habe sich bei ihm nichts getan. Gudrun im Klartext: „Susanne der muss einiges nachholen, das kann er am besten mit einer Schlampe die ein krasses Sextprogramm hat. Lass die erst mal anreisen. Vielleicht sitzen wir ja am Ostersonntag alle glücklich und zufrieden im Innenhof und lassen die Bong herumgehen.“ Das fand Susanne nicht so witzig.

Maren meinte, sie müsse das einfach akzeptieren, dass ihr Sohn mit dieser Frau kommt. Vielleicht ist sie gar nicht so schlimm. Vielleicht ist sie nicht die passende Partnerin und es wird ihm in unserem großen Kreis deutlich vor Augen geführt, vielleicht, vielleicht heißt auch, es ist alles offen. Sie sollte zunächst einmal eine positive Haltung einnehmen und nur für ihren Sohn da sein. Viele Dinge, die wir auch gemeinsam als großes Problem angesehen haben, haben sich oftmals in Nichtigkeiten aufgelöst.

Auf alle Fälle sind wir gespannt wie sich alles entwickelt.

 

 

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