Oder Italien ? geht auch

25.05.2017

Hallo, da bin ich wieder.

Wenig Geld, super Typen, jeder seinen eigenen Wohnbereich und nur bei Bedarf die Gemeinsamkeit. Das alles am Meer, hört sich an wie eine „geile“ Studenten-WG oder?

Nee, liebe Leser wir sind alle Oldies und haben uns so unseren letzten Lebensabschnitt zusammengebastelt. Ach ja, später wenn wir alt sind, kommt vielleicht so eine WG infrage, ist nur eine Entschuldigung für Leute die den Arsch nicht hoch kriegen (Klartext von unserem Holger).

Ich sehe das nicht ganz so krass. Wir sind uns auch nicht sofort um den Hals gefallen, so nach dem Motto: Super, machen wir, wann geht es los. Das Wort „zusammenziehen“ ist das Problem. Es ist irgendwie ein bißchen negativ behaftet. Man hat es sich gemütlich in seinen eigenen 4 Wänden gemacht. Nein, schon allein die Vorstellung, dass die beste Freundin mit ihrem Krempel, ihrem Köter, der immer sabbernd am Tisch sitzt oder ihrem nörgelnden Partner, der immer alles besser weiß, von heute auf morgen bei Ihnen einzieht. Man könnte noch nicht einmal so tun, als würde einem die perverse Vorstellung gefallen. So ist die ja ganz nett aber……… später vielleicht, wenn man alt ist, da könnte man noch mal darüber nachdenken – aber doch jetzt noch nicht.

Eine Studenten-WG ist jung und chaotisch, irgendeiner hat sich die letzte Pizza hereingezogen ohne neue Pizzen zu besorgen, einer liegt ständig stundenlang mit seiner neuen Flamme in der Badewanne (als wenn die vorher einweichen muss), Stress mit den Klausuren, nebenbei noch irgendeinen Kellner-Job durchziehen für die Miete, um dann später mit einem guten Abschluss auf Jobsuche gehen zu können.Hört sich irgendwie auch sch….an oder? Aber die sind jung!!!

Wir sind zwar nicht mehr jung und brauchen auch nicht mehr einweichen aber wir fühlen uns wieder jung. Wir leben !!! Wie heißt es so schön: Nehmt euch acht vor den Alten, die haben nämlich keine Zukunft. Och!!!

Es ist schon wichtig, dass die Chemie stimmt und jeder seinen eigenen Bereich hat. Das kann man durchaus so einrichten.

Wir 8 haben uns in Laboe an der Kieler Förde ein neues Zuhause geschaffen mit wenig Rente, mit eigenen Wohnbereich und mit unserer Änne (angestellte Perle).

Ute, die Freundin von Susanne ist mit ihren beiden Freundinnen nach Italien gezogen. Ich habe darüber berichtet. Alle drei haben ganz wenig Rente und so gut wie keine Ersparnisse gehabt. Der Sohn von Ute hat einen Kredit aufgenommen, ein Haus in Italien für 65.000 Euro gekauft und renoviert dieses nach und nach mit Freunden. Das Haus liegt mitten in einem kleinen Dorf, hat einen kleinen Garten und ist mehr als bescheiden, doch so wie Susanne berichtet „entzückend“. Das erste Jahr haben die drei Damen zwar einen Härtetest absolviert und den Winter mit viel Decken und ohne Heizung überstanden. Jetzt ist auch das erledigt. Ein Freund von Susannes Sohn, der bei den Renovierungsarbeiten immer viel mitgeholfen hat, wird demnächst in dem selben Ort auch ein altes Haus kaufen, dieses ebenfalls renovieren und vermieten.

Ich habe es schon so oft geschrieben liebe Leser. Es gibt so viele kreative Möglichkeiten für einen Neuanfang auch mit Hilfe der Kinder oder Enkelkinder.

Hoffe, ich habe sie nicht mit meiner Hobbypsychologie gelangweilt, sondern vielmehr Motivation gegeben, um selber aus dem A… zu kommen (manchmal bringt unser Holger schon die Dinge auf den Punkt).

Wenn ich bedenke, dass ich die Seite erst nur gegründet habe, um mein Buch „Die fidele Alten-WG in Laboe“ an die Frau zu bringen (läuft nicht so gut, ha, ha, ha) dann ist das Interesse an WGs im Alter und diese Seite überwältigend. Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle meine fleißigen Leser.

Bleiben Sie gesund und voller kreativer Ideen

Ihre fidele Alten-WG aus Laboe

 

 

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