Kleine Rente und das Wohnprojekt

25.04.2017

Der Kuchen steht auf dem Tisch. Die Bude ist geputzt (oder auch nicht). Die Freundin wird zum Kaffee erwartet. Die Freundin bringt Rufus den Berner Sennehund mit, der sich mit ihrer Katze Minka gut versteht. Sie freuen sich auf einen unterhaltsamen Nachmittag, der sich schon mal bis zum Morgengrauen ausgeweitet hat, da sie ihre Freundin und Rufus gerne um sich haben.

Was wird nicht alles bequatscht. Das Hannelore immer die gleichen Klamotten trägt. Ilse hinter jeden Typen her ist. Klärchen es nicht einfach hat mit ihrem Erwin. Uschi am Stock geht mit dem Pflegeprogramm für ihre Eltern usw.

Die eigenen Probleme gibt es natürlich auch. Früher konnte man den Kindern und Enkel noch was zustecken. Heute mit der niedrigen Rente und den hohen Mietkosten ist das nicht mehr möglich.

Ja, ja, mal sehen wo das alles noch hinführt.

Na, mal wieder ein kleiner Motivationsschub!!!

Sie, ihre Freundin und noch zwei befreundete verträgliche Personen haben eine kleine Rente und hohe Mietkosten. Wäre auch prima, wenn nicht nur Rufus und Minka einen kleinen Garten hätten.

Ja, da könnte es hinführen.

Ein Haus mieten? Machen Sie es zu Ihrem Projekt!!! Sind erwachsene Kinder oder pfiffige Enkel vorhanden, helfen die sicherlich gerne bei der Suche. Die Miete wäre wahrscheinlich nur noch die Hälfte. Die Lebenshaltungskosten garantiert niedriger. Vielleicht ist sogar noch eine Haushaltshilfe zu bezahlen.

Hört sich doch gut an oder?

Eine Freundin, die schon seit Jahren bei Ihnen unangemeldet aufkreuzt, der es piepegal ist ob die Bude aufgeräumt ist, die sie vollquatscht und dabei ganz selbstverständlich das bißchen Geschirr abspült, dass die Blagen haben stehen lassen für Mutter. Die Freundin, die weiß wo die Tassen stehen, die für Sie die Stützstrümpfe vom Aldi mitbringt, die gerade im Angebot waren. Mit der Freundin zusammenziehen? Ja sicher doch, warum nicht.

Zusammen ziehen. Ist für viele gleichbedeutend mit: keine Freiräume immer aufeinander hocken, wie geht man mit Streitereien um. Alle die schon mal verheiratet waren, einen Partner hatten kennen das doch, ha, ha ha

Sicherlich ist es einfacher mit Freunden und deren Macken,die man schon über Jahre kennt, zusammen zu ziehen.

In unserer Wohngemeinschaft sind wir 4 Paare. Wir glauben auch, dass es nur so gut klappt, weil wir alle eigene Wohneinheiten haben. Wir haben aber auch noch unsere Männer am Hals (kleiner Scherz am Rande – wir lieben unsere Nörgelköppe)

Wir vier Frauen allerdings – da sind wir uns einig -könnten auch (ohne unsere Männer) in einer Vierer-WG prima klar kommen und bräuchten nicht jeder eine eigene Küche, in der ich die Rouladen für Wolfgang brutzel, da bei Änne (unsere Haushälterin) alles schmeckt, nur die Rouladen kriegt sie nicht so hin. Bei Susanne sind es die Spätzle für Dirk, bei Maren die Germknödel für Holger. Nur Paul ist da pflegeleichter. Am liebsten jeden Tag Fleisch. Wie die Steaks am besten gelingen hat er Änne gezeigt. Gudrun hat es nicht so mit kochen und backen. Das beste an unserer Wohngemeinschaft ist für sie Änne. Das betont sie fast jeden Tag.

So liebe Leute nur Mut zum Wohnprojekt.

P.S. An alle, die meine/unsere Geschichten regelmäßig verfolgen. Jörn hat Beate in Düsseldorf besucht. Wir (Susanne, Gudrun, Maren und ich) sind neugierig wie es weitergeht.

Liebe herzliche Grüße

 

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