Jeden Tag ein Lächeln verschenken

24.07.2017

 

Sommerferien !!! kaum zu glauben, aber heißt bei unseren Kindern und Enkeln „Ferien bei Mama und Papa oder eben Oma und Opa“

Mein Mann kann es sich nicht verkneifen, jedes mal: „siehste, hab ich es nicht gesagt, die Zimmer da oben sind nur für die Blagen. Ja, ja, ja ein Glück. Selten, dass wir beide morgens schon mit den anderen Frühstücken. Er möchte in Ruhe seine Zeitung lesen und sich nicht vollquatschen lassen. Sobald jedoch Enkel da sind (meistens die von Gudrun und Paul), die immer im Haupthaus frühstücken, sitzt mein Mann auch dazwischen.

Kann mich noch gut an eine Frühstücks-Situation erinnern. Die Enkel von Paul und Gudrun waren ohne ihre Eltern bei Oma und Opa abgeliefert worden. Die Zwillinge wohnten bei Maren und Holger. Die beiden kleinen Mädchen und Jannis bei Gudrun und Paul. Gudrun war schon sehr früh mit Susanne und Dirk nach Kiel gefahren. Als ich in unsere Großküche im Haupthaus kam, bot sich mir folgendes Bild: Die Kinder, die bei Paul übernachtet hatten, saßen teilweise mit Schlafanzug und ungekämmt, die Zwillinge, eigentlich die größten Rabauken, saßen wie aus dem Ei gepellt   (mit Gel in den widerspenstigen Haaren), am Tisch. Änne, unsere Haushälterin, hatte wohl Paul gerade etwas angefegt, der grinste aber nur. So ist er nun mal unser Paul, trotzdem mit Abstand der Liebling von unserer Änne. Wenn er nicht gerade einen akuten Gichtanfall hat, tanzt er auch schon mal mit Änne in unserer großen Küche.

Unsere Maren (Frau von Holger) und Dirk (Mann von Susanne) sind die beiden, die ab und zu unsere Gefühlsebene auffrischen. Maren, die immer wieder zum Literaturabend aufruft, der bis jetzt immer ein voller Erfolg war.

Unser Dirk, wie sagt man so schön: „mach gerne einen“ (oder auch mehr, ha, ha, ha), wenn er einen bestimmten Pegel erreicht hat, sind durchaus tiefgreifende Gespräche angesagt oder auch Tips zum besseren Miteinander. So hat er mal zum Besten gegeben, dass jeder Mensch jeden Tag seinen Mitmenschen ein Geschenk machen könnte in dem er einfach nur ein Lächeln verschenkt. Derjenige lächelt meistens zurück und löst bei beiden ein Wohlgefühl aus. Wir fanden diese Anregung prima, Paul sicherlich auch, aber er mußte wieder los werden: „Latsch mal durch Laboe und grinse jeden an, irgendwann sitzte in der Geschlossenen, dann wird dir schon das Grinsen vergehen.“ Seine Frau Gudrun: „Klar, wenn dich da keiner mehr rausholt mein Stinker“. Mein Mann fand das auch witzig und zum Lachen. Ich nicht, meinen Kommentar: „das kannst du schon mal vergessen, dir müßte man das Lächeln sowieso eintätowieren“, fand er dann nicht mehr so amüsant. Trotzdem ist was angekommen. Kommt schon vor, dass er mich breit angrinst und fragt dann anschließend sofort, ob bei mir jetzt das Wohlgefühl ausgelöst wurde. Booo –  na ja, Humor ist manchmal die beste Lösung.

So machen die kleinen und manchmal auch großen Frechheiten die Runde, doch letzen Endes haben wir uns bisher immer wieder auf die bereichernden Kleinigkeiten und auch großen Vorteile unserer WG besinnen können.

So, jetzt ist gleich mit der ganzen Bande ein ausgedehnter Spaziergang auf dem Förde-Wanderweg bis nach Heikendorf angesagt.

Euch liebe herzliche Grüße einen entspannten Wochenanfang und bleibt gesund

Eure fidele Alten-WG aus Laboe

 

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