Ich gebe doch jetzt noch nicht alles auf

03.03.2017

Aufgeben???

Interesse ist da        –    aber jetzt doch noch nicht –   gebe doch nicht alles auf !!!

Wie das unter guten Freunden üblich ist, sind wir uns in unserer Wohngemeinschaft auch nicht immer grün, haben häufig Meinungsverschiedenheiten. Es gibt Tage, da kann man den ein oder anderen nicht am Kopp haben. Da aber jeder seinen eigenen Wohnbereich hat und seine Spagetti immer noch selber kochen kann, ist das kein Thema. In einem Punkt aber sind wir uns ausnahmslos einig. Wir haben sicherlich etwas aufgegeben aber unter dem Strich bis jetzt nur gewonnen.

Sicher zu Anfang war Begeisterung: Jau, klasse, das machen wir. Wann geht es los. Doch dann: „wieder nüchtern“ hielt sich die Begeisterung in Grenzen und es kamen auch die Sätze: „Nee jetzt schon alles aufgeben, später vielleicht.

Oder: „Jetzt geht es mir gut, dann entschließt man sich zu so einem Schritt und dann klappt es nicht.“

Meine Freundin Gudrun live: Hallo!!! man ist nicht immer 65 oder 70 und bei bester Gesundheit   vergessen? verdrängen?

Auch Freundin Uschi hat in ihrem Bekannten- und Freundeskreis die Werbetrommel gerührt für so ein Wohnprojekt. Sie möchte jedoch gerne in ihrer Heimatstadt bleiben.

Ihre Eltern hatten ein kleines Reihenhaus. Jetziger Wert ca. 200.000 Euro. Bis zur Selbstaufgabe hat sie sich um ihre Eltern gekümmert. Zum Schluss war sie reif für die Klappsmühle. Als ihr Vater starb war sie am Ende. Sie musste ihre Mutter in einem Altenheim unterbringen. Das hat monatlich 4.500 Euro gekostet. Im Jahr also 54.000 Euro. Es wurde zwar etwas Pflegegeld angerechnet, jedoch nach 3 1/2 Jahren war das Reihenhaus weg, welches ihre Eltern über Jahre abbezahlt hatten.

Uschi ist sich heute sicher. Hätten sie beizeiten das Haus verkauft und evtl. 100.000 Euro in so eine Wohnform investiert, hätten sie und Uschi eine glücklichere Zeit gehabt.

Hätte, hätte, hätte vielleicht ein bißchen nervig, aber vielleicht mal darüber nachdenken.

 

 

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