Herby, Alkohol, Drogen eine neue Liebe

31.03.2017

Erdbeertorte mit viel Sahne hört sich gut an oder ?!!!. Änne hatte das mal wieder prima hingekriegt.

Susanne, Gudrun, Maren, Änne, Rudi und meine Wenigkeit saßen im Garten und haben das Problem von Marens Bruder Herby zu unserem gemacht. Das Herby der Bruder von Maren sein soll, ist kaum nachzuvollziehen.

Herby (55 Jahre) ist seit 3 Jahren solo. Seine Freundin Inge hat das Weite gesucht. Sie ist mit einem Kunden nach Mallorca gezogen. Kunde ist gut. Herby betreibt einen kleinen Kiosk in Berlin und den nicht unbedingt in der besten Gegend.

Herby war eigentlich ganz zufrieden mit seinem Leben. Der Kiosk warf zwar nicht das meiste ab, aber Inge verdiente mit der Modellierung von Fingernägel soviel dazu, dass sie irgendwie immer ihr Auskommen hatten. Herby ist zwar ein charmantes Kerlchen und  immer guter Dinge, was ihm dank Joints und Alkohol auch nicht sonderlich schwer fällt. Inge war mit dem Leben offensichtlich nicht so ganz einverstanden. Sie hat ab und zu im Kiosk ausgeholfen und eben diesen zwar etwas älteren aber nicht mittellosen Kunden kennen gelernt und sich wie man so schön sagt, vom Acker gemacht.

Seit 3 Jahren trauert Herby seiner Inge und etwas gehässig ausgedrückt, deren zusätzlichen Einnahmen, hinterher. Daher ist er seit 3 Jahren immer wieder finanziell von seiner älteren Schwester Maren unterstützt worden.

Jetzt zeigt sich endlich eine Wende. Herby hat seine Schwester Maren angerufen und ihr gesagt, dass er eine neue Inge (heißt tatsächlich auch Inge) kennen gelernt hat und total verliebt ist. Sie sei Witwe, habe eine kleine niedliche Tochter und einen 16jährigen Sohn. Diese Menschen seien der Grund, warum er ein besserer Mensch werden wollte.

Dieser 16jährige hatte seit einigen Monaten Herby im Kiosk geholfen. Dieser Junge trank keinen Alkohol und nahm auch keine Drogen. Fast schon ungewöhnlich in der Gegend. Dieser junge Mensch hat es tatsächlich geschafft, dass Herby regelmäßig zu den anonymen Alkoholikern geht und nur noch ab und zu etwas Gras raucht.

Maren hatte uns die ganze Zeit nichts von ihren Problemen mit ihrem Bruder gesagt. Die Randbemerkungen von ihrem Mann Holger: den Penner kannste doch vergessen, haben wir nicht hinterfragt.

Wohngemeinschaft heißt ja nicht zwangsläufig totale Offenlegung aller Probleme. Als sie uns jedoch gestern die Geschichte erzählte, haben wir uns mit ihr gefreut. Rudi hat dazu etwas sehr schönes bemerkt: Da kannste mal sehen, dass ein junges Pflänzchen wie dieser Jugendliche, sogar in einer Gegend voller Unrat nicht darin umkommt, sondern so viel positive Energie ausstrahlt, die auch gescheiterte Existenzen wieder neue Hoffnung schöpfen läßt.

Kommentare