Die Liebe ihres Lebens mit 78 gehts noch???

26.03.2017

Liebe Leserinnen. Für euch sicherlich ok, dass ich nicht immer unseren Tagesablauf in der WG beschreibe. Das Leben hat so viele schöne spannende leider teilweise auch traurige Geschichten, die sich natürlich nicht alle in unserer WG abspielen,

Ilse, die Mutter von unserer WG-Mitbewohnerin Susanne war jahrelang mit ihrem zweiten Lebenspartner Heinz verheiratet. Also nicht der Vater von Susanne. Heinz hatte Lungenkrebs. Susanne hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Stiefvater und hat genau wie ihre Mutter diese Nachricht umgehauen. Susanne und Dirk haben sofort für Heinz und ihre Mutter eine Hilfskraft besorgt, waren aber trotzdem ständig in Hamburg, um dem schwerkranken Heinz und  ihrer Mutter beizustehen.

Vor zwei Jahren ist Heinz gestorben. Susanne rief uns damals an und sagte, dass ihre Mutter verständlicher weise völlig fertig sei. Was sie, Susanne aber völlig fertig machen würde, wäre die Tatsache,  dass sich ihre Mutter geweigert hätte, dass das Beerdigungsinstitut die Leiche abholt. Heinz habe fast 3 Tage in der Wohnung gelegen. Ihre Mutter könne sich nicht trennen.

Ilse hat nach der Beerdigung über 8 Wochen in der Psychiatrie verbracht. Alle haben geglaubt, dass sie so traumatisiert sei, dass sie nie wieder  eine lebensbejahende Einstellung finden wird.

Ilse hatte sich erholt und alte Kontakte mit fast vergessende Freundinnen wieder aufleben lassen.

Vor einigen Wochen hat sie uns in Laboe mit ihrer neuen Liebe besucht.

Ich habe gedacht, ich sehe nicht richtig. Der kleine dicke Heinz war zwar ganz lieb, unterhaltsam und nett aber der Neue – Mamamia – ein großer charmanter gepflegter Herr. Dem fehlte nur noch das Schloß, ansonsten war der Typ perfekt.

Ilse hatte sich verändert. Wir fanden sie einfach süß. Susanne, ihre Tochter, fand ihre Mutter Ilse befremdlich. Vor zwei Jahren hatte ihre Mutter mit dem Leben fast abgeschlossen und jetzt führt sie sich auf wie ein Teenager. Zudem habe ihre Mutter ihr anvertraut, dass sie noch nie so einen super Sex hatte. Wie peinlich sei das denn. Ihre Mutter sei 78. Den Neuen habe sie im Baumarkt kennen gelernt. Sie wollte eine Taschenlampe kaufen und sei dann mit ihm, Karl heißt er, ins Gespräch gekommen, da sie sich mit Taschenlampen nicht so gut auskennt. Das hätte vorher immer ihr Mann gemacht aber jetzt müßte sie sich um alles selber kümmern (eine Taschenlampe???so geht das also). Er sei Witwer mit zwei erwachsenen Töchtern und kannte sich offensichtlich mit Taschenlampen aus. Sie ist ja jetzt auch Witwe daher haben sie sich direkt zu einer Tasse Kaffee verabredet. Den Sommerurlaub haben sie schon ganz schnell zusammen geplant. Viel Zeit würde ihnen sowieso nicht bleiben, also sollten Entscheidungen schon mal zügiger fallen. Wieso   –  ist doch prima –  Wir fragten Susanne, ob sie es lieber sähe, wenn ihre Mutter bis an ihr Lebensende trauern würde. Nein !!! natürlich nicht – nur das mit dem Sex hätte sie besser für sich behalten sollen, ha, ha, ha unser Susanchen.

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