„Warum sollen wir jetzt hier alles aufgeben und uns evtl. noch irgendeinen Stress mit anderen an den Hals hängen.“ Das war genau die Aussage meines Mannes. Oder, wir hatten schon fast alles in trockenen Tüchern: “ Ach Spatzel, sollen wir das wirklich riskieren, die Jahre die wir jetzt noch haben.“ Mit dem Satz „D i e    J a h r e   d i e   w i r   j e t z t   n o c h   h a b e n“ war bei mir der Siedepunkt erreicht. Meine Kommentierung dazu möchte ich hier nicht wiederholen.

Trotzdem, es sind Gedanken, die vielen im Kopf herumspucken, die irgendwie mit ihrer Rente klar kommen und Veränderungen scheuen.

Alle, die noch arbeiten, eine schöne teure Wohnung gemietet haben und regelmäßig mit einem Bescheid konfrontiert werden, der keine großzügige Rente in Aussicht stellt, sehen die Dinge meistens etwas realistischer.

Vor Jahren habe ich Elke, eine entfernte Verwandte, im Emsland besucht. Sie wohnte mit ihrem Mann und den 3 Kindern in einem großen Haus, welches sie sehr günstig kaufen konnten.  Ihr Mann war Fernfahrer und sie kümmerte sich um ihre 3 Kinder und die Nachbarhäuser. Sie hatte 4 Nachbarhäuser zu versorgen – Blumen gießen – bißchen kümmern und nach dem rechten sehen. Da es in der Region arbeitsmäßig nicht sehr rosig aussieht, sind die Immobilienpreise auch nicht sehr hoch. Die Besitzer der Nachbarhäuser waren meistens nur zum Wochenende oder zur Ferienzeit besetzt, da die Besitzer noch für ihre Rente arbeiten mussten.

Hier kann man schon für 150.000 Euro ein schönes Haus bekommen. Bei der heutigen Finanzierung bedeutet das, monatlich 375 Euro abbezahlen. Hat man Freunde, mit denen man sich durchaus eine Zukunft im Rentenalter vorstellen kann, wird es noch günstiger. Ja, liebe Leser, es gibt bestimmt eine Region, die einem selber und den Freunden zusagt. Immobilien werden reichlich und auch günstig angeboten. Eine Immobilie, die dann für Sie etwas besonderes wird, da jedes verlängerte Wochenende oder jeder Urlaub zum kennen lernen und heimisch werden da ist. Auch mit einem besch…. Rentenbescheid kann man bei der vorsorglichen Organisation seinem Rentendasein mit Freude entgegensehen.

Sind Sie schon in Rente und hocken alleine in einer kleinen Zweizimmerwohnung ohne Balkon für 700 Euro z.B. in Hamburg (fast noch ein Schnäppchen), wäre ein großes Haus in der Nähe z.B. von Cuxhaven mit einem sehr großen Grundstück für 1.000 Euro mit 3 liebenswerten Personen gemietet (so wie Dieter, Gudrun, Monika und Josef es gemacht haben) ggf. eine gute Alternative.

Ich hatte schon mal darauf hingewiesen, dass die Vorliebe für einen bestimmten Urlaubsort, nicht nur sinnbildlich gesprochen, die halbe Miete ist.

Wenn man jedoch nicht immer die Blagen oder sonstigen Anverwandten am Hals haben will, empfiehlt es sich in seiner kleinen Wohnung zu bleiben und nicht einen Urlaubsort als Domizil zu wählen.

Bei uns in Laboe ist der Ort jetzt voller Touristen und in unserem Haus voller Kinder und Enkelkinder – also Trubel – Gut das es Änne gibt. Irgendwie hat sich das eingebürgert, dass alle erst mit Sack und Pack in das Haupthaus maschieren. Gerade unsere Enkel sind da ganz unbedarft, so nach dem Motto: ich besuche meine Oma und Opa in Laboe, kannst ja mitkommen, und schon stehen ohne Vorankündigung, zwei mehr mit Rucksack auf der Matte. Änne macht denen zwar klar, dass wir hier keine Pension sind, findet aber immer eine Lösung. Sie kann auf zwei Fingern pfeifen und macht davon auch Gebrauch. Pfeift jeden zurück, auch unsere erwachsenen Kinder, wenn einer meint, seinen Kram erst mal im Flur oder in der Küche abzustellen um sich später darum zu kümmern. Paul sagt lachend und treffend, Änne genießt es, wenn alle nach ihrer Pfeife tanzen. Erst müssen die Luftmatratzen im Innenhof, oder wenn es kalt ist, in der Bibliothek aufgepumpt werden, dann gibt es was zu essen oder Urlaubsprogramm. Wir können, dank Änne, die verständnisvollen Großeltern sein und stellen immer wieder fest, wie belebend es ist, so junges Gemüse um sich zu haben, auch wenn unser Innenhof oder Bibliothek mit Luftmatratzen und Rucksäcken nicht mehr so einladend aussieht.

So liebe Leser, jetzt wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend und bleiben Sie gesund

Ihre fidele Alten-WG aus Laboe

Hallo liebe Leser. Da bin ich wieder und möchte Sie etwas vollquatschen.

Mein Mann: „Nee, also mit dem Heini in einer WG das kannste vergessen.“ Der besagte Heini (Paul) wiederum: „Menschenskind ist das ein Klugscheißer“ Das waren nur die harmlosen Feststellungen in unserer Anfangsphase. Ja, wer passt zu wem und wie will man das ausloten. Man lernt einen Menschen kennen und ist sich sofort sympathisch oder eben nicht. Bei meinem Mann und Paul (der Mann von Gudrun) war es genau umgekehrt. Heute stellen wir einige Gemeinsamkeiten bei den beiden fest. Unter anderem haben beide einen Igel in der Tasche (eine liebevolle Beschreibung für einen Geizhals).

Wie haben wir damals in Laboe Gudrun, Paul und ihre Kinder kennen gelernt.

Wie bereits in einem anderen Artikel erzählt. Ihr Sohn Timo und unser Sohn Max, beide 12 Jahre, vertrieben sich die Zeit damit, die voll bepackten Einkaufswagen mit etwas erhöhter Geschwindigkeit durch die Aldi-Gänge zu manövrieren. In Höhe der Obststände knallten sie zusammen. Nachdem unsere beiden „Sonnenscheine“ die Dinge mit einem „BoooÄhh“ abtaten, standen Gudrun und ich fassungslos vor dem Schlamassel. Marmelade- und Gurkengläser vermischten sich mit einer Palette Quark, Zucker und Eier.  Im Ergebnis, hatten Gudrun und ich kurzfristig eine Putzstelle beim Aldi. Auf die gut gemeinten erzieherischen Ratschläge der anderen Käufer (u.a.: „Denen fehlt mal eine deftige Tracht Prügel!“) konnten wir nur mit einem säuerlichen Nicken reagieren.

Ja, was soll man dazu sagen. Wir waren uns alle 4 sofort sympathisch. Unsere beiden Aldi-Rennfahrer sind heute, als erwachsene Männer, immer noch freundschaftlich verbunden. Gudrun und ich hatten von Anfang an eine Wellenlänge. Und unsere Männer!!! Zufällig trafen wir uns einen Tag später am Marine-Ehrenmal wieder. Vielleicht war es auch kein Zufall. Unser Sohn Max und ihr Sohn Timo waren nämlich nicht so überrascht. Die beiden wollten die 340 Treppenstufen bis zur Aussichtsplattform hinauflaufen. Da wir von unserem letzten Aldi-Besuch noch ein ungutes Gefühl hatten, baten wir unsere Männer die beiden Jungens zu begleiten. Wir wollten mit den beiden Jüngsten – unseren Sohn Friedrich und ihrer Tochter Beate – den Aufzug nehmen. Mit dem Aufzug waren wir natürlich sehr schnell oben. Unsere beiden Söhne ließen auch nicht lange auf sich warten. Unsere beiden Männer kamen völlig außer Atem oben an. Mein Mann schleppte sich zur Brüstung und ließ seiner Weisheit freien Lauf: „Hier unterhalb des Turms seht ihr das aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Z-Boot U 995. Das U-Boot dient jetzt als Museumsschiff. Es wurde damals als Kriegsbeute nach Großbritannien gebracht. Dann war es als Schulschiff in Norwegen und liegt jetzt seit 1972 hier und kann besichtigt werden. Mein Gott, was sollte dieser Vortrag. Paul, Gudruns Mann, stellte nur genervt fest: „Tatsächlich!!!toll, das haben wir schon gemacht. Wenn wir jetzt geglaubt hatten, das war es, mein Klugscheißer und ihr Paul können sich nicht ausstehen, kannten wir die Männerwelt nicht. Unsere Kinder steuerten die Dänische Eis- und Waffelstube an. Unsere mürrisch dreinblickenden Männer, die dankend abgelehnt hatten, ließen wir auf der Strandstraße stehen. Als wir wieder aus der Eisdiele kamen, war das Unfassbare geschehen, sie lachten lauthals und unterhielten sich angeregt über die „Blues Brothers“. Mein Mann kam strahlend auf mich zu:“Stell dir vor, hier sind gerade zwei Typen vorbeigegangen, die haben genau so ausgesehen wie die Blues Brothers, also genau so, sag ich dir, Paul hat sie auch sofort erkannt, echt gut, nicht Paul, echt gut.“ Paul setzte seine dunkle Sonnenbrille auf und stolzierte vor uns her. Er versuchte offensichtlich die Blues Brothers zu kopieren. (die Blues Brothers ist ein Kultfilm aus den 80iger Jahren).

Kaum zu glauben, innerhalb von 5 Minuten hatten es die Blues Brothers geschafft, dass sich beide beim Vornamen nannten und eine angeregte Unterhaltung führten. Gehts noch!!! Über die Jahre gab es immer wieder mal Unstimmigkeiten zwischen den beiden. Wenn Gudrun und ich früher noch irgendwie ausgleichend etwas dazu sagen wollten, haben wir das heute völlig aufgegeben und es kommt nur noch ein: Jo,jo jo von uns – warum sollten wir das noch ernst nehmen.

Eines liebe Leute kommt aber mit so einer WG wieder. Mal etwas poetisch ausgedrückt „Die Leichtigkeit des Seins“ oder die Albernheiten in jungen Jahren werden geteilt oder auch neu geweckt.

Kleine Episode: Ich hatte vor einigen Wochen gelesen und natürlich Gudrun davon erzählt, dass man einen guten Liebhaber daran erkennt, wie er sein Frühstücksei pellt und es isst. Also Kopf abschlagen oder wie wild auf die Schale dreschen und anschließend darin herumstochern ist da weniger vorteilhaft. Es ergab sich, das wir mit unseren Männern in einem Hotel in Hamburg übernachteten. Morgens beim Frühstück saß am Nebentisch ein älterer Herr. Nobody ist perfekt, wäre noch ein Kompliment für ihn gewesen – aber wie er genussvoll sein Frühstücks-Ei appellte!!! Gudrun und ich schauten uns nur an und konnten uns nicht halten vor Lachen. Unsere Männer schüttelten nur verständnislos den Kopf. Ich habe meinem Mann später aufgeklärt und Gudrun offensichtlich ihren. Wir haben beide festgestellt, dass beide ihren Frühstücks-Eiern nicht mehr die Köpfe abschlagen, ha, ha, ha

Das Leben hält noch so viele schöne Überraschungen parat und gerade die Albernheiten machen im Alter viel mehr Spaß, vor allen Dingen, wenn man sie mit jemanden teilen kann.

Also, auf zu neuen Ufern – muss nicht unbedingt die Ostsee sein.

Und wenn Ihnen meine Erlebnisse und Eindrück gefallen und Sie bis hier gelesen haben, dürfte Ihnen mein Buch „DIE FIDELE ALTEN-WG IN LABOE“ auch zusagen. Ich weiß, 13,90 Euro finde ich auch ein bißchen happig, aber das sind 1,29 Provision. Tatsächlich !!! Der Rest bleibt beim Verlag. Sende dazu eine Aufstellung. Im Mai waren das so um die 35 Euro. So genug gebettelt, ha ,ha, ha.Das Buch gibt es in jeder Buchhandlung und bei Amazon.

Liebe Grüße und bleiben Sie gesund

Ihre fidele WG aus Laboe

 

 

Liebe Leser. Oft werde ich gefragt, wie kann man so eine WG gründen. Wo finde ich die passenden Mitbewohner. Was kostet das im Monat.

Wir haben jahrelang unseren Urlaub an der Kieler Förde in Laboe verbracht und dort unsere WG-Bewohner kennen gelernt. Einige können das nachvollziehen, wenn man über Jahre immer wieder den selben Urlaubsort aufsucht, ist man da irgendwann auch heimisch. Zumindest ist es uns so ergangen. Also war die Umstellung gar nicht so ein großer Einschnitt. Wir wußten was uns da erwartet und wir freuten uns auf unser Rentendasein. Was gibt es schöneres, als da zu leben wo andere Urlaub machen. Bißchen abgedroschener Text – aber in dem Fall stimmt es.

So könnte man es beispielsweise machen. Sie haben bestimmt klare Vorstellungen (Träume klammern wir mal aus) wie sie gerne leben möchten. Ob am Meer, auf einem Bauernhof, irgendwo im Süden oder in den Bergen, ist egal wo, quatschen sie die Urlauber an, die sie schon einige Jahre kennen. Keine Hemmungen, Sie werden überrascht sein, wie ähnlich ihre Vorstellungen sind – Sie könnten denen auch mein Buch leihen, ha, ha ha – Eines haben sie ja schon gemeinsam, die Vorliebe für dieses Fleckchen Erde.

So wie Josef, Gudrun, Monika und Dieter für ihre WG ein Haus gemietet haben, könnten Sie das auch machen. Die Miete beträgt bei denen monatlich 1.000 Euro. So wie ich das mitbekommen habe, bezahlen alle einen prozentualen Anteil ihrer Rente für Miete und Nebenkosten. Da Gudrun die meiste Rente bekommt, hat sie auch den höchsten Anteil zu zahlen. Diese Vereinbarung setzt natürlich auch voraus, dass Pfennigfuchser und Geizhälse nicht unbedingt in so eine WG passen. Ist schon prima, wenn man gelassen zur Kenntnis nehmen kann, dass einer sich schon morgens den Kaviar aufs Brötchen schmiert und der andere mit etwas Marmelade zufrieden ist, jedoch ist eine Haushaltskasse für die Grundbedürfnisse, in die jeder seinen Anteil einzahlt, schon angebracht.

Das wissen sie auch, gerade wenn es ums liebe Geld geht, ist es notwendig, vorab eine offene finanzielle Regelung zu finden.

Haben Sie keinen bestimmten Urlaubsort und sind noch etwas unschlüssig, geben sie eine Annonce an Ihrem Wohnort auf, die evtl. so lauten könnte:

„Mit unserer zukünftigen Rente können wir keine großen Sprünge machen, deshalb lasst uns eine WG gründen am Meer. Wir können das zusammen organisieren“ Telefonnummer oder E-Mail angeben und schauen was passiert.

Die Annonce hat ein Bekannter (Witwer) von Dirk aufgegeben. Es haben sich viele gemeldet. Der Witz war, dass ein paar Strassen weiter eine Frau wohnte, die die gleichen Vorstellungen hatte. Die beiden haben sich ein paar mal getroffen und sind jetzt zusammengezogen. Erst mal in das Haus des Bekannten, da sie noch ein paar Jahre arbeiten muss. Die Pläne für eine große WG am Meer sind nur aufgeschoben.

„Trau dich doch“ den Satz hat bestimmt jeder schon mal zu hören bekommen. Na ja liebe Freunde, der wirkt immer noch. Wie oft hat man gedacht oder auch gesagt: „ich pack meine Koffer und hau ab und das nicht nur in der Pubertät. Jetzt im Alter kann man sich trauen und abhauen. Wir Deutschen tun uns da sehr schwer. Es muss alles seine Ordnung haben und bloß keine Veränderungen. Mein Mann ist da das leuchtende Beispiel. Heute tut er ganz begeistert und meinte letztens sogar, wir hätten so eine WG schon in jungen Jahren mit den Kindern und Nachbarn gründen sollen und nicht erst im Alter. Da hätten wir viel Geld sparen können. Genau das hätte mit ihm garantiert nicht funktioniert. Wenn ich noch daran denke, was er sich aufgeregt hat, als ein kleiner Nachbarjunge ihm den Kuchen vom Teller geklaut hat, als er auf seiner Liege im Garten eingepennt ist, ha, ha, ha. Vielleicht hat er sich auch nur über meinen anschließenden Lachkrampf geärgert. Auf alle Fälle ziehe ich ihn heute immer noch damit auf, wenn er mir etwas über verpasste Sparmaßnahmen in jungen Jahren erzählen will.

So liebe Leute. Sie finden Ihre WG und Ihren Weg. Was ich mit meinem Geschwätz dazu beitragen kann mach ich.

Bis bald und bleiben Sie gesund Ihre

Fidele Alten-WG aus Laboe

 

Oder schauen Sie doch einfach mal bei www.plusWGs.de hier können Sie sich anmelden oder vielleicht auch schon ganz spontan fündig werden.

 

 

 

Moin, moin liebe Leute. Freue mich jeden Morgen über die wachsende Zahl der Interessenten. Immer wieder wird von Altersarmut berichtet und vielen schon im jungen Alter suggeriert „Warte es ab, im Alter geht es dir besch…..“ Wenn man dann den letzten Rentenbescheid unter die Lupe nimmt, sieht es oftmals ganz danach aus.

Nee liebe Leute, das muss es nicht. Wir 8 hatten die gleichen Ängste. In unserer Gemeinschaft bekommt nur Dirk eine sehr gute Rente. Wir haben zwar alle ein Haus gehabt, welches wir über Jahre abbezahlt haben, jedoch hätte das für uns bedeutet, auch weiterhin hohe Nebenkosten, dann aber bei einer kleinen Rente. Wenn man Kinder hat, will man denen das Erbe erhalten und knäpst dann weiter herum, teilweise in der Hoffnung, die kümmern sich, wenn man alt, hilflos und vielleicht auch einsam ist. Ins Heim stecken die einen dann auch nicht, da das Haus dann drauf geht. Oftmals übernehmen sie dann das Pflegeprogramm und gehen auf dem Zahnfleisch. So, jetzt drifte ich auch in eine düstere Zukunft ab. Es muss ja gar nicht so enden. Es gibt bestimmt immer noch ein gutes Einvernehmen, wo Kinder und Eltern in einem Haus wohnen, sich gegenseitig helfen und prima miteinander auskommen.

Es gibt jedoch auch die, die kein Haus abbezahlt haben, jedoch eine hübsche Mietwohnung und jetzt mit ihrem Gehalt gut zu Recht kommen. Sehen allerdings mit einer kleinen Rente ihrer Zukunft nicht mehr so zufrieden entgegen.

Planen für die Zukunft!!!  Kleine Rente, ja und !!! schei….drauf.

Es gibt Alternativen die ihr Leben positiv verändern.

Jetzt kommt bestimmt wieder: „Ja, man muss die passenden Leute für eine WG finden.“ Klar muss man das. Haben Sie das Video angeschaut auf dieser Seite – Menschen in Schubladen zu packen – Das können wir doch alle gut!!!

Der körnerfressende Öko-Heini, der es widerlich findet, das Menschen Tiere essen, versteht sich überraschender Weise super mit der Dysyner-Toussie, die bisher ihr Steak immer englisch verdrückt hat. Um das auf die profanen Dinge zu beschränken, der Öko-Heini kauft sich jetzt schon mal was Hübsches zum anziehen und die Desinger-Tante entdeckt eine für sie ganz neue Tierliebe. Dies Beispiel wurde mir von der Cuxhaven-WG berichtet, zu der Josef und Gudrun gehören.

Wir 8 hatten den Vorteil uns schon über Jahre zu kennen, um ein evtl. Zusammenleben richtig einzuschätzen zu können. Trotzdem blieb immer noch ein bißchen Restskepsis und so viele miese Gedanken doch keine WG zu gründen wie: Der Besserwisser geht mir bestimmt irgendwann auf den Keks. Der nutzt aber auch jede Gelegenheit um sich die Lampen auszuschießen. Die interessiert sich wohl nur für irgendwelche Klamotten und ist den ganzen Tag damit beschäftigt das äußerste aus ihrem welken Körper herauszuholen. Mein Gott ist das ein Geizhals usw.

Es gibt aber immer Menschen, die das vielleicht auch denken, es jedoch verstehen, die anderen auf die positiven Eigenschaften der potentiellen Mitbewohner aufmerksam zu machen. Ja, die haben dann alle überzeugt. Bis heute haben wir es noch nicht bereut diesen Schritt gewagt zu haben, und nicht die tausend Argumente zuzulassen, es nicht zu tun.

So, mal wieder ein bißchen Zukunfts-Mut gemacht liebe Leute. So weit ich das beurteilen kann haben sich hier schon viele Gleichgesinnte verabredet für eine neue Zukunft. Es erstaunt mich immer wieder, wieviel Kreativität in manchen schlummert und nur darauf wartet, umgesetzt zu werden. Werde auch weiterhin davon berichten.

Genießen Sie das schöne Wetter und bleiben Sie gesund Ihre

Fidele Alten-WG aus Laboe

 

Hallo, da bin ich wieder.

Wenig Geld, super Typen, jeder seinen eigenen Wohnbereich und nur bei Bedarf die Gemeinsamkeit. Das alles am Meer, hört sich an wie eine „geile“ Studenten-WG oder?

Nee, liebe Leser wir sind alle Oldies und haben uns so unseren letzten Lebensabschnitt zusammengebastelt. Ach ja, später wenn wir alt sind, kommt vielleicht so eine WG infrage, ist nur eine Entschuldigung für Leute die den Arsch nicht hoch kriegen (Klartext von unserem Holger).

Ich sehe das nicht ganz so krass. Wir sind uns auch nicht sofort um den Hals gefallen, so nach dem Motto: Super, machen wir, wann geht es los. Das Wort „zusammenziehen“ ist das Problem. Es ist irgendwie ein bißchen negativ behaftet. Man hat es sich gemütlich in seinen eigenen 4 Wänden gemacht. Nein, schon allein die Vorstellung, dass die beste Freundin mit ihrem Krempel, ihrem Köter, der immer sabbernd am Tisch sitzt oder ihrem nörgelnden Partner, der immer alles besser weiß, von heute auf morgen bei Ihnen einzieht. Man könnte noch nicht einmal so tun, als würde einem die perverse Vorstellung gefallen. So ist die ja ganz nett aber……… später vielleicht, wenn man alt ist, da könnte man noch mal darüber nachdenken – aber doch jetzt noch nicht.

Eine Studenten-WG ist jung und chaotisch, irgendeiner hat sich die letzte Pizza hereingezogen ohne neue Pizzen zu besorgen, einer liegt ständig stundenlang mit seiner neuen Flamme in der Badewanne (als wenn die vorher einweichen muss), Stress mit den Klausuren, nebenbei noch irgendeinen Kellner-Job durchziehen für die Miete, um dann später mit einem guten Abschluss auf Jobsuche gehen zu können.Hört sich irgendwie auch sch….an oder? Aber die sind jung!!!

Wir sind zwar nicht mehr jung und brauchen auch nicht mehr einweichen aber wir fühlen uns wieder jung. Wir leben !!! Wie heißt es so schön: Nehmt euch acht vor den Alten, die haben nämlich keine Zukunft. Och!!!

Es ist schon wichtig, dass die Chemie stimmt und jeder seinen eigenen Bereich hat. Das kann man durchaus so einrichten.

Wir 8 haben uns in Laboe an der Kieler Förde ein neues Zuhause geschaffen mit wenig Rente, mit eigenen Wohnbereich und mit unserer Änne (angestellte Perle).

Ute, die Freundin von Susanne ist mit ihren beiden Freundinnen nach Italien gezogen. Ich habe darüber berichtet. Alle drei haben ganz wenig Rente und so gut wie keine Ersparnisse gehabt. Der Sohn von Ute hat einen Kredit aufgenommen, ein Haus in Italien für 65.000 Euro gekauft und renoviert dieses nach und nach mit Freunden. Das Haus liegt mitten in einem kleinen Dorf, hat einen kleinen Garten und ist mehr als bescheiden, doch so wie Susanne berichtet „entzückend“. Das erste Jahr haben die drei Damen zwar einen Härtetest absolviert und den Winter mit viel Decken und ohne Heizung überstanden. Jetzt ist auch das erledigt. Ein Freund von Susannes Sohn, der bei den Renovierungsarbeiten immer viel mitgeholfen hat, wird demnächst in dem selben Ort auch ein altes Haus kaufen, dieses ebenfalls renovieren und vermieten.

Ich habe es schon so oft geschrieben liebe Leser. Es gibt so viele kreative Möglichkeiten für einen Neuanfang auch mit Hilfe der Kinder oder Enkelkinder.

Hoffe, ich habe sie nicht mit meiner Hobbypsychologie gelangweilt, sondern vielmehr Motivation gegeben, um selber aus dem A… zu kommen (manchmal bringt unser Holger schon die Dinge auf den Punkt).

Wenn ich bedenke, dass ich die Seite erst nur gegründet habe, um mein Buch „Die fidele Alten-WG in Laboe“ an die Frau zu bringen (läuft nicht so gut, ha, ha, ha) dann ist das Interesse an WGs im Alter und diese Seite überwältigend. Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle meine fleißigen Leser.

Bleiben Sie gesund und voller kreativer Ideen

Ihre fidele Alten-WG aus Laboe

 

 

Hallo liebe Leute.

Na, auch schon Pläne für eine WG mit Freunden, Bekannten, Familienangehörigen oder zukünftigen Freunden in Arbeit?

Ich hatte Ihnen von den vier Personen erzählt, die in der Nähe von Cuxhaven ein Haus mit einem sehr großen Grundstück gemietet und eine Wohngemeinschaft gegründet haben.

Monika (sehr kleine Rente), Dieter (Grundsicherung), Gertrud (gute Rente) und Josef (?).

Sie sind bereits eingezogen. Gertrud und Josef waren Arbeitskollegen und haben vorher in München gewohnt. Monika und Dieter kannten sich aus Oldenburg.

Wie berichtet hat Dieter, der Künstler, das Haus gefunden. Er hat uns (er ist ein Freund von unserem Holger) vor einigen Tagen besucht und berichtet, dass Monika eine sehr herzliche Person sei und immer mit allem einverstanden ist. Ihre ältere Schwester Gertrud kommt aus dem Bankgeschäft, die ließe sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen. Er hätte zunächst Bedenken gehabt, ob das wohl mit ihm und Gertrud klappen könnte. Der Arbeitskollege von Gertrud hat auch nicht das meiste zu melden und würde meistens durchnicken wenn Gertrud irgendwas für richtig befindet. Da das Grundstück so groß sei, hätte er Dieter den Vorschlag gemacht, Schafe anzuschaffen, das würde seinem American Shepherd bestimmt auch gefallen. Boo, da hat die sich aufgeregt, sie wollte in ihrem Alter keine Ranch mehr bewirtschaften und so groß sei das Grundstück auch nicht, da würde sein Hund die Schafe nur zu Tode hetzen. Hund und Katze sei ok aber Schafe. Zudem wovon wollte er die bezahlen. Er müßte auch Tierarztkosten einkalkulieren. Dieter hat in seinem Leben nie viel einkalkuliert. Bis jetzt meint er (bis auf kleine Ausnahmen) habe er immer alles richtig gemacht. Man könne sowieso nicht alles planen. Der ehemaliger Arbeitskollege von Gertrud,  Josef war jedoch zu seiner Überraschung ganz begeistert und wollte sich an den Kosten beteiligen. Das sei die erste Bewährungsprobe für ihre Wohngemeinschaft gewesen. Gertrud sei überstimmt worden und eigentlich ganz ok, sie hat das meiste Geld und wollte jetzt sogar die Schafe bezahlen. Geizig sei die nicht. So wie es aussieht, gibt es demnächst auch noch einen Hühnerstall. Dieter machte einen sehr zufriedenen Eindruck. Bin gespannt, wie es da weitergeht.

Bei Susanne und Dirk ist ihr Sohn Jörn – ohne seine Freundin – für einige Tage auf Besuch. Paul und Gudrun freuen sich auf ihre Tochter Beate, die zum Wochenende ihre Eltern besuchen wollte. Gudrun hat nur gesagt:“Nachtigall ick hör dir trapsen“ Susanne hat von ihrer Tochter Silke gehört, dass sich ihr Bruder Jörn von seiner chaotischen Freundin verabschiedet haben soll. Die hätte zum Schluß vor nichts mehr zurückgeschreckt, ihn beklaut und dann noch gesagt: „Schatzi, was dein ist, sollte auch meins sein. Das hat Jörni wohl etwas anders gesehen. Sie hat ihn andauernd in der Kanzlei angerufen oder Nachrichten geschickt und ihn mit ihren Eifersuchtsszenen die Hölle heiß gemacht. Irgendwie ist ihm die Beziehung über den Kopf gewachsen und hat ihn dermaßen unter Stress gesetzt, dass er schon bald eine Notwendigkeit darin gesehen hat, sich jeden Abend die Birne zudröhnen zu müssen. Das wäre nicht seine Vorstellung von einer harmonischen Beziehung. Na ja, er ist noch jung. Zumindest weiß er schon mal, was er nicht mehr will.

Und liebe Leser wie sieht es aus? schon konkrete Zukunftspläne bezüglich einer WG?

Diese Seite erfährt wachsenden Zuspruch. Darüber freue ich mich sehr. Offensichtlich ist es ein Anliegen vieler, später nicht in einem Altenheim zu landen oder die Pflege ihrer Kinder in Anspruch zu nehmen. Kinder, die dann irgendwann auf dem Zahnfleisch gehen. Gehe mal davon aus, dass gerade die, die in den Pflegeberufen arbeiten, wissen was es heißt mit wenig Geld, wenig Personal und Schichtdienst, Einsatz bis zum letzten zu absolvieren und dann evtl. auch noch von neunmalklugen Angehörigen angefegt zu werden. So muss auch mal gesagt werden.

Ihnen noch viele schöne Momente verbunden mit positiven Gedanken

Ihre fidele Alten-WG aus Laboe

 

 

Uschi hat wieder angerufen. Heute ging es nicht um ihre in Planung stehende Wohngemeinschaft, sondern um ihren Hund Mücke. Mücke, ein kleiner Havaneser, sitzt immer auf der Fensterbank und schaut ganz friedlich auf die Strasse. Das Friedliche hat sich allerdings schlagartig erledigt, sobald Bobby der Bobtail und sein Frauchen vorbei radeln oder nur gemütlich an seinem Fenster vorbeigehen. Auch wenn das Frauchen alleine irgendwo aufkreuzt oder mit dem Rad vorbeifährt, rastet Mücke aus. Offensichtlich kann er beide nicht ab. Uschi sagte, sie konnte das nie nachvollziehen. Das sei eine ganz nette Dame und Bobby ein ganz Lieber. Mücke sieht das anders. Vor einigen Tagen sei sie beim Bäcker gewesen und hatte Mücke draußen angeleint. Sie habe die besagte Dame auf dem Rad ankommen sehen und noch zu der Verkäuferin gesagt: „Mein Gott, jetzt macht mein Köter wieder Theater nur weil er diese Frau sieht.“ Die Dame hielt vor dem Bäckerladen, sah Uschi und teilte ihr mit, dass gestern ihr Hund Bobby gestorben sei. Mücke hatte die Dame auch ankommen sehen und nichts gemacht, rein gar nichts. Er hat ganz friedlich neben Uschi gestanden. Irgendwie sei das unheimlich gewesen.

Uschi hat zwar eine esoterische Ader und versucht mich schon seit Jahren davon zu überzeugen, dass wir beide schon mal gelebt haben. „Ich glaube wir haben vor Jahren schon mal in Holland gelebt und Käse auf dem Markt verkauft“, ist die Variante, die mir besonders gut im Gedächtnis geblieben ist. Sie ist auch der Überzeugung, dass jeder einen Engel an seiner Seite hat. Mein Mann veräppelt mich immer damit, wenn ich vor irgendeiner Entscheidung stehe: Frag doch Uschi, die kann dann in ihre Glaskugel schauen. Ach, der hat doch keine Ahnung. Uschi ist eine taffe Person mit einer gesunden Realität. Ich kann mich stundenlang mit ihr unterhalten. Wer war schon mal tot oder wer will wissen, ob es wirklich keine Engel gibt. Die gesamte Religion – ist egal welche – ist eine Glaubenssache. Sie sagt, alles was sie nicht versteht, googelt sie. So auch das Erlebte mit ihrem Hund Mücke.

Es gibt unerklärliche Fähigkeiten der Tiere.

Wissenschaftlich sei das kaum zu belegen. Eine ganze Sammlung von tierischen Ausnahmekönnern hat Bill Schul im Buch „Psi bei Tieren“ (Aquamarin; 12,95 Euro) zusammengefasst.

Zum Beispiel wusste die Ehefrau eines Professors der Universität Berkeley, wenn das Telefon klingelte, dass ihr Mann am anderen Ende war, weil Whiskins, ihre silberne Tabbykatze, zum Telefon stürmte und den Hörer mit ihren Tatzen bearbeitete.
„Oftmals schaffte sie es, den Hörer ‚abzunehmen‘ und freudig zu miauen, was ihr Ehemann deutlich am anderen Ende hören konnte“, sagte sie. „Sogar dann, wenn er aus dem Ausland wie Afrika oder Südamerika anrief, reagierte sie so. Wenn aber jemand anderes anrief, ignorierte Whiskins das Klingeln.“

Die Liste von Fällen tierischen Verhaltens, die über das wissenschaftliche Verständnis hinausgehen, liesse sich noch beliebig verlängern: Pferde, die über unvertrautes Terrain nach Hause finden. Katzen, die ihren Haltern nicht von der Seite wichen, als sie den Beschluss fassten, sich umzubringen. Und Kaninchen, die ihre Besitzer jeweils einige Minuten vor epileptischen Anfällen warnten, indem sie wie verrückt um ihre Beine flitzten.

Susanne, Maren und ich haben ähnliche Auffälligkeiten bei unseren Hunden und Katzen festgestellt. Als unser Hund Skipper mal den Schwanz einzog und sich -wie wir meinten – ganz ohne Grund hinter dem Sofa versteckte, haben Paul und mein Mann nur gelacht: „Ach den hat eine Mücke gestochen oder hier geistert der Vorbesitzer der alten Villa herum und ärgert ihn, ha, ha, ha. Bißchen unsensibel die beiden, wenn es um solche Dinge geht. Dirk und Holger sind da empfänglicher. Holger: „vieles ist noch nicht erforscht und alles was wir jetzt nicht verstehen und für uns ein Rätsel ist, kann in einigen Jahren schon in eine Selbstverständlichkeit übergehen. Stellt euch nur mal einen Neandertaler mit einem Handy vor. Auch diese Diskussion wurde in unserer WG mit vielen Albernheiten geführt, jedoch bleibt das ein oder andere interessante Detail schon mal hängen.

So liebe Hunde- oder Katzenbesitzer, vielleicht haben sie auch solche oder ähnliche Beobachtungen bei Ihren Hausgenossen gemacht. So gesehen sind die sowieso klüger als wir Menschen. Wer kann schon den ganzen Tag machen was er will, bekommt das beste Futter, liegt ganz zufrieden im Korb, hat ausgedehnte Spaziergänge und wird auch dann gestreichelt, wenn er mal aus versehen oder vor Freude auf den Teppich pieselt.

Liebe herzliche Grüße und ein schönes Restwochenende

Ihre fidele Alten-WG aus Laboe

 

 

 

Hallo liebe Leute!!! Meine Seite wird meistens von Frauen gelesen. Wetten, dass bei der Überschrift das Interesse im männlichen Sektor steigt.

Gestern Abend in unserer WG wurde mal wieder in gemütlicher Runde diskutiert, was passiert, wenn wir „ganz gaga sind“. Gudrun hatte einen Artikel gelesen, in dem das Massenphänomen „Beschäftigung migrantischer Pflegekräfte in Privathaushalten“ beleuchtet wurde. Paul, ihr Mann tat gelangweilt: „Ich will nur hoffen, dass wenn es denn soweit ist, die hier im häuslichen Pflegedienst hübsche Polinnen haben und nicht irgendein rabiates, deutsches Schlachtschiff,  schließlich will man im Alter ja auch noch mal was Schönes sehen. Tickt der nicht richtig „Im Alter mal was Schönes sehen“

Seine Frau Gudrun blaffte zurück: „Dich habe ich schon in Thailand angemeldet du Spinner, da hast Du alles was du brauchst. Zum Glück verstehen die da meistens kein Deutsch und grinsen dich auch an, wenn du deine Frechheiten da abläßt.“

(Wie schon mal erwähnt, haben die beiden keine Hemmungen, sich vor versammelter Mannschaft verbal fertig zu machen).

Paul lachte und antwortete: „Wie könnte ich dich verlassen mein Schneckchen“

Schneckchen hatte aber noch was auf Lager: „Ich ziehe dann nach Kenia“ Na, sie hatte sich gut informiert,ha, ha und teilte weiter mit:

„Pflege“ in Deutschland heißt noch immer vorwiegend „Pflege in der Familie“. Es wird beobachtet, das Ältere, in Asien zunehmend klassische Pflegeversorgungsleistungen in Anspruch nehmen, die eng mit dem Prostitutionsmilieu verbunden sind. Viele ältere Männer aus Deutschland und der Schweiz ziehen nach Thailand. Angesichts der mangelnden Möglichkeit im Alter eine Partnerin in Deutschland zu finden, ist das Prostitutionsmilieu für viele mit der Hoffnung auf eine längerfristige Beziehung zu einer Frau verbunden – zuweilen einhergehend mit der Hoffnung, sich von jungen thailändischen Frauen versorgen zu lassen. Solche „Altersbedarfe“, so die wissenschaftliche Bezeichnung, finden sich ebenfalls bei älteren Frauen, die zu diesem Zweck nach Kenia reisen.

Dass war natürlich ein Thema für unsere männlichen Mitbewohner. „Scheiße, wir haben wieder alles falsch gemacht, ha, ha, ha“ war nur die harmlose Variante. Als wir Frauen anfingen die evtl. Vorzüge eines Keniaufenthaltes hervorzuheben, wurden sie schon etwas kleinlauter. Als Paul Gudrun daraufhin anstieß und sagte: die Schwarzen stehen ja auf Dicke, erntete er nur einen giftigen Blick, hat aber noch schnell hinzugefügt: „ich auch Schneckchen.“ Trotzdem ist das nicht gut angekommen. Es zeigt sich eben immer wieder. Wir Frauen können uns mehr herausnehmen als die Herren der Schöpfung. Beim Frühstück heute Morgen bat Paul sein Schneckchen ihm das Salz für sein Frühstücksei zu reichen. Da kam nur: „Ich nix verstehen Herr Pattaya“. Das war natürlich ein Lacher.

Nicht, dass das falsch aufgefaßt wird. Hier wird keine Reklame für thailändische Puffs oder Beachboys in Kenia gemacht. Wir sind hier mit unserer Wohngemeinschaft gut zufrieden. Unseren geregelten Ärger – den es ab und zu auch gibt –  haben wir im Griff.

Wie schon in einigen Beispielen von mir geschildert, gibt es viele harmonische Wohnformen – auch mit oder gerade mit einer kleinen Rente oder sogar Grundsicherung.

Jetzt doch noch etwas Reklame!!!

In meinem Buch „Die fidele Alten-WG in Laboe“ steht wie wir acht uns gefunden haben, wie wir ticken und wie wir leben. Auch nicht verkehrt als Geschenk und Motivation für Freunde, beizeiten auch so eine WG zu gründen. Es sei denn, das Interesse für Thailand oder Kenia ist größer, ha, ha, ha.

Ihnen und uns wünsche ich – ganz wichtig – viel, viel Gesundheit und Zufriedenheit

Ihre fidele Alten-WG in Laboe

 

 

Hallo liebe Leser. Kommt Ihnen das bekannt vor. Wetter ist super – jetzt wird gegrillt!!!

Unsere beiden Geizhälse Paul und Wolfgang, die immer gerne etwas stänkern und oft im Chor zum Besten geben: „Das tut nicht Not“ und sich dann beide anschließend schlapp lachen, da Ihnen mal wieder gleichzeitig einen Dialog von irgendeinem bescheuerten Film eingefallen ist, sind ganz verrückt was das Grillen anbelangt. Geiz spielt dann keine Rolle. Es wird vom Feinsten eingekauft.

Mitbewohner Dirk hat in der Beziehung, mal ganz salopp ausgedrückt, auch eine Macke. Es muss der alte Grill sein, der schon ein paar Jahre auf den Buckel hat und eine ganz bestimmte Holzkohle. Grillen sei etwas uhriges?? Was immer das in diesem Zusammenhang heißen mag, wir sind schon froh, dass hier auf eine offene Feuerstelle verzichtet wird. Zudem besteht er immer darauf den Grillmeister zu machen. Wenn der Grill oder besser die Kohle die richtige Temperatur erreicht hat, hat Dirk auch schon ein paar Bierchen gezwitschert und dann hatten die Bratwurst oder Koteletts Glück wenn sie sich beim saloppen wenden noch auf dem Grill befanden.

Der Vorschlag von Holger einen Gasgrill anzuschaffen wurde abgetan mit: Nee „Das tut nicht Not, lass Dirk man machen, ha, ha, ha“

Das war nicht immer witzig. Unsere Maren. die kein Fleisch aß, sich ab und zu nur ein oder auch zwei Gläschen Wein gönnte, verschwand dann schon mal etwas genervt in ihre Wohneinheit.

Gestern hatten sich unsere Männer zu früh auf einen Grillabend gefreut. Änne hatte schon vorige Woche angekündigt Kartoffelplätzchen (Puffer) zu machen. Auch Pauls Versuche Änne umzustimmen blieben erfolglos. Ihre Frage: „machst du meine Kartoffelpuffer nicht?“ konnte er nur mit: „Sicher, aber“ weiter ist er nicht gekommen. „Morgen könnt ihr grillen heute gibt es Kartoffelpuffer“

Änne, unsere Haushaltshilfe/Geschäftsführerin – was auch immer – hatte ein Machtwort gesprochen. Änne war, bevor wir sie eingestellten hatten, eine einfache Küchenhilfe in einem Hotel in Laboe. Mit unserer Hilfe hat sie jetzt den ganzen Laden im Griff. Die Einstellung „man wächst mit seinen Aufgaben“ hat Änne perfekt umgesetzt.

Erstaunlich, wenn wir Frauen anfangen mit unseren Männern zu diskutieren, sagt Änne was gemacht wird und die Herren der Schöpfung akzeptieren das. Geht doch !!!

Reibekuchen/Kartoffelplätzchen oder Puffer weckt bei mir und vielleicht auch bei Ihnen immer alte Erinnerungen.

Damals gab es noch keine Dunstabzugshaube – und wenn doch, bei uns jedenfalls nicht. Meine Mutter riss immer das Küchenfenster auf und die Nachbarn waren geruchsmäßig informiert, es gab Reibeplätzchen. Auch der kleine 6jährige Nachbarjunge, Hansi Schonka, hat das mit seiner kleinen Stupsnase mitgekriegt. Er stellte sich jedes mal unter das Küchenfenster und rief ganz laut: „Hallo, hallo wollt nur mal fragen wie es so geht?“ Meine Mutter hat ihn jedes Mal mit einkalkuliert. Der Zucker für Hansi (wir haben nur Apfelmus dazu gegessen) stand schon auf dem Tisch. Hansi musste nur jedes Mal unter den Augen meiner Mutter die Taschen seiner kleinen Lederhose leeren, da Hansi schon mal Regenwürmer für seinen Opa sammelte – ein begeisteter Angler – und falls kein Gefäß vorhanden, diese kurzerhand in die Hosen-Tasche gesteckt wurden. Ich habe diese Geschichte schon so oft in unserer WG erzählt (haben ältere so an sich), dass bei jedem Reibekuchenessen immer jemand zu mir sagt: „Noch ein Reibepätzchen Hansi“ sehr witzig!!! – Zumindest habe ich erreicht, dass jetzt auch alle an Hansi denken, ha ha, ha –

Nur ganz nebenbei, Ännes Reibeplätzchen sind super. Ännes Mann und Tochter, sowie unser Freund Rudi sind immer Reibeplätzchen-Gäste. Rudi bringt jedes Mal eine Flasche roten und eine Flasche weißen Wein mit. Er behauptet, immer noch nicht herausgefunden zu haben, welche Sorte zu Reibeplätzchen passt. Paul stellt ihm immer ein großes Bier und einen eisgekühlten Klaren vor die Nase und sagt, das klären wir später mein Freund. Nachdem Rudi gestern 3 halbe Liter Bier auf hatte, wurde das nicht mehr geklärt. Der Wein wird bei uns nicht schlecht. Wir hoffen auf weitere gesellige Abende – nicht unbedingt immer mit Alkohol. Es könnte der Eindruck entstehen, so eine Wohngemeinschaft sei nur im Suff zu ertragen. Dem ist nicht so, wir sind auch nüchtern zu ertragen liebe Leute.

So liebe Leser noch einen schönen Abend und ein gutes Nächtle.

Ihre fidele Alten-WG aus Laboe

 

 

Moin, moin da bin ich um Sie wieder etwas zuzutexten.

Liebe Leute, leider können Sie nicht bei uns einziehen. Wir haben uns unser neues Zuhause auch selber zusammengebastelt. Wie, wo und warum können Sie in meinem Buch „Die fidele Alten-WG in Laboe“ nachlesen oder einfach meine Kommentare auf diesem Blog verfolgen.

Alles hinter sich zu lassen was einem lieb und vertraut ist, um einen ungewissen Neustart durchzuziehen, war auch für uns nicht einfach.

Man ist mit 60 in den meisten Fällen noch ganz fit und will in seinem liebevoll gestalteten Heim gelassenen dem Rentenalter entgegensehen. Später – wenn ich nicht mehr kann – will ich nicht ins Heim, sondern auch so etwas.

Später: also so um die 80 mit altersbedingten gesundheitlichen Problemen, kleiner Rente und Gleichgesinnten rocken wir dann noch mal so richtig ab? Ha, ha, ha würde mal sagen, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ja aber evtl. eine WG mit jüngeren Mitbewohnern “ Generationsübergreifend“. Alle, die ein ausgiebiges Pflegeprogramm mit ihren Eltern oder sonstigen Anverwandten in jungen Jahren hinter sich gebracht haben, dürften diese Illusion auch aufgegeben haben. Die meisten wollen ihren Kindern – falls welche vorhanden sind – die evtl. spätere Pflege nicht zumuten. Ich glaube nicht, dass es in der generationsübergreifenden WG jemanden gibt, der einem dann freudestrahlend regelmäßig den Allerwertesten abputzt.

Da ist es doch angenehmer, ein langjähriger „alter“ Freund, der neben einem sitzt ist in der gleichen „beschissenen“ Lage und der ortsansässige Pflegedienst (der von ihrer Angestellten beaufsichtigt wird) übernimmt diese unangenehmen Aufgaben.

Das alles ist meine subjektive Meinung.

Wir bilden später eine Alten-WG war früher unser Lieblingsthema. Nach 3 Flaschen Wein war es eine abgemachte Sache und jeder stand kurz vor der Umsetzung. Dann jedoch holte uns der Alltagstrott in unserem aktuellen Leben wieder ein.

Paul und Gudrun haben zwei erwachsene Kinder und 6 Enkelkinder. Oma und Opa waren als Betreuung voll eingeplant. Paul hatte eine stressige Versicherungsagentur und einen Herzinfarkt überstanden. Ihre beiden Kinder haben in früheren Jahren auch für so manchen Sargnagel gesorgt. Jetzt sollte der ganze Zirkus mit den Enkel weitergehen. Ja sicher sind die niedlich. Ja sicher wird man gebraucht. Ja sicher wird man es vermissen, sie nicht mehr täglich zu sehen.

Wie hat sich das heute entwickelt: Opa und Oma haben sich neu und entspannt erlebt. Die Enkel sind in den Ferien oft und gerne bei uns an der Ostsee. Sie haben dann 4 Omas und Opas zur Auswahl. Mal platt ausgedrückt, Oma und Opa freuen sich über ihre Ankunft aber auch, wenn sie wieder die Rücklichter von Mama und Papas Auto sehen, wenn sie wieder abgeholt werden.

Mein Mann hat zunächst alles mit Spinnerei und Existenzängste abgetan. Aber gerade: wie willst du das alles bezahlen hat ihn dann doch überzeugt. Wir haben unser bescheidenes Reihenhaus verkauft und in unsere neue WG investiert. Wenn wir die hohen Krankenversicherungskosten abziehen bleibt nicht mehr viel übrig, aber immer noch mehr, als wenn wir weiter für uns alleine herumgewurschtelt hätten. Wie viele, liebt mein Mann keine großen Veränderungen. Soll alles so bleiben wie es ist. Gab schon Probleme, wenn ich kurz vor Ostern (bißchen übertrieben) die Weihnachtsdeko abgebaut habe.

Bei Susanne und Dirk waren ihre beiden erwachsenen Kinder die treibende Kraft. Sie hatten miterlebt, wie ihre Eltern erst die Urgroßmutter und dann die Mutter gepflegt haben und fast auf dem Zahnfleisch gegangen sind.

Holger und Maren haben das ganz professionell angegangen. Sie haben keine Kinder und klare Vorstellungen wie sie ihre Restlaufzeit gestalten wollten. Holger war es auch, der diese alte Villa gefunden hat und die Pläne zu den Umbaumaßnahmen entwickelt hat, damit wir alle eine eigene Wohneinheit haben.

Der Sohn von Dirk und Susanne hat die vertragsrechtlichen Dinge ausgearbeitet.

Man sieht, es gibt immer einen, der die Initiative ergreift. Manchmal braucht mal wirklich im wahrsten Sinne des Wortes nur mitziehen.

Wenn Sie sich da etwas schwer tun, vielleicht steht ja eine Tochter, Sohn oder Enkel schon in den Startlöchern. Es soll ja Kinder geben, die schon der Gedanke an Pflegeeinsätze bei ihren Eltern beflügelt.

So, mal wieder bisschen viel Text und Motivationsmaterial oder auch Betthupferl (Ka kü).

Ihnen noch einen schönen Tag mit viel Sonne und positiven Gedanken herzlichst Ihre fidele Alten-WG in Laboe