1200 Euro Grundeinkommen dem steht Neid, Missgunst und westliche Dekadenz im Wege

08.04.2017

Es war mal wieder „Disc(k)o-Abend“ in unserer Wohngemeinschaft.

Neid, Missgunst, Starrköpfigkeit verbunden mit westlicher Dekadenz und Ellenbogendenken sind immer noch die Dinge, die so ein Grundeinkommen verhindern. Holger hatte sich wieder in Rasche geredet.

Mein: „Genau Holger!!!“ fand in keinster Weise die Zustimmung meines Mannes. „Du hast doch keine Ahnung“ war dann auch der Kommentar in meine Richtung. „Hast doch keine Ahnung? hat Richard David Precht der Philosoph und Publizist (übriges ein faszinierender Mann) auch keine Ahnung, wenn der ein Grundeinkommen im Zeitalter der Digitalisierung für notwendig hält. Zudem die Eigenschaften wie Neid, Missgunst und Starrköpfigkeit sind dir doch auch nicht fremd“

Boo jetzt wußte ich, die nächsten 3 Tage ist Funkstille zwischen uns.

Gudrun grinste nur. Ihr Paul trägt auch nicht immer mit seinen provokativen Äußerungen zu einem gepflegten Unterhaltungsniveau bei wie: „Das Ausländerpack heraus und die Milliarden, die wir denen in den Arsch schieben an unsere Rentner verteilen, dann brauchen wir kein Grundeinkommen.“

Maren: „Darf ich auch mal meine Meinung dazu sagen und auch (mit Blick auf ihren Mann) ausreden. Es wäre sicher erstrebenswert, wenn unsere Regierung Entwicklungshilfe so organisieren würde, dass die Flüchtlingsunterkünfte in den Ländern gebaut würden aus denen die Menschen fliehen. Es könnten Ausbildungsplätze vor Ort entstehen, organisiert von den Menschen die helfen wollen und die aus den Ländern anreisen, die diese Entwicklungshilfe zur Verfügung stellen. Dem würde auch eine vernünftige Einreisepolitik nicht im Wege stehen. Zumindest wäre so der innere Frieden gewahrt. Das Grundeinkommen halte ich auch für vernünftig. Alle die heutigen jungen Erwachsenen und deren Kinder, die jetzt noch teilweise großzügig von ihren Eltern und Großeltern unterstützt werden können zukünftig gar nicht anders existieren. Das Grundeinkommen sei keine soziale Hängematte. Wir können wesentlich produktiver werden, wenn unsere Existenz gesichert ist.

Ich wollte noch was sagen: man kann alles kontrovers diskutieren. Voraussetzung für eine vernünftige Diskussion sollte aber doch immer sein, dass man sich vorher etwas informiert ansonsten wird das ein persönliches Schlachtfeld“

Unsere Maren hatte die Diskussion beendet. Paul gab einige ausländerfeindliche Witze zum besten (er kann es eben nicht lassen) und mein Mann hat nur einen Tag nicht mit mir gesprochen.

 

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